Hockeyawards sind vergeben

30.07.26 - Medienmitteilung

Die herausragenden Leistungen der Saison 2025/2026 wurden an der Swiss Ice Hockey Night 2026 gewürdigt. Im Congress Kursaal in Interlaken ehrte die Swiss Ice Hockey Federation die besten Spielerinnen und Spieler sowie weitere Persönlichkeiten, die das Schweizer Eishockey in den vergangenen Monaten geprägt haben.

Verbandswesen

Nach drei Austragungen im Attisholz-Areal in Solothurn fand die Swiss Ice Hockey Night erstmals im Congress Kursaal in Interlaken statt. Über 420 Gäste aus Sport und Politik wohnten der Gala bei, an der die Auszeichnungen in den Kategorien «Most Valuable Player (MVP) Regular Season National League», «MVP Playoffs National League», «Goaltender of the Year National League», «Youngster of the Year National League», «MVP PostFinance Women’s League», «MVP Sky Swiss League» sowie «MVP MyHockey League» verliehen wurden.

Die Wahl der Siegerinnen und Sieger erfolgte durch Club-Vertretende, Team-Captains sowie ausgewählte Sportjournalistinnen und -journalisten. Nicht nur die Fachjury bestimmte mit: Auch die Fans konnten ihren Favoriten wählen. In der Online-Abstimmung auf blick.ch kürten sie den «Most Popular Player», wobei jeder National-League-Club einen Spieler aus den eigenen Reihen ins Rennen schickte.

Darüber hinaus wurden zwei «Hockey Awards» sowie ein «Special Award» an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderem Mass um das Schweizer Eishockey verdient gemacht haben. Berücksichtigt wurden Kandidatinnen und Kandidaten, die das Schweizer Eishockey repräsentieren, als Vorbilder neue Wege beschritten oder mit aussergewöhnlichen Leistungen auf internationaler Bühne Anerkennung erlangten.

Die Siegerinnen und Sieger im Überblick:

«MVP Regular Season National League»: Matej Stransky

Der Captain des Vizemeisters HC Davos prägte die Regular Season mit herausragenden Werten: 28 Tore, 1.15 Punkte pro Spiel und eine Plus-Minus-Bilanz von +34 bedeuteten jeweils die Bestmarke der Liga. Mit seinen zusätzlich 25 Assists war er zweitbester Scorer nach der regulären Spielzeit. Zur neuen Saison wechselte der 33-jährige Flügelstürmer in seine tschechische Heimat zurück und schloss sich dem HC Dynamo Pardubice an.

«MVP Playoffs National League» & « Goaltender of the Year »: Reto Berra

Meistertitel mit dem HC Fribourg-Gottéron, über 92 Prozent Fangquote, sechs Shutouts und zum Abschluss der Nati-Karriere die vierte WM-Silbermedaille mit der Schweiz: Der 39-Jährige blickt auf eine herausragende Saison zurück. Nach 138 Länderspielen beendete er an der Heim-WM seine Nationalmannschaftskarriere und trat zurück. An der Swiss Ice Hockey Night durfte er gleich zwei Trophäen entgegennehmen: MVP der National-League-Playoffs und Goaltender of the Year.

«Youngster of the Year National League»: Simas Ignatavicius

Der 18-jährige litauische Nationalspieler Simas Ignatavicius hat beim Genève-Servette HC eine beeindruckende Saison hinter sich. Der Stürmer absolvierte 63 Spiele und verbuchte dabei 16 Scorerpunkte. Seine Leistungen blieben auch in Nordamerika nicht unbemerkt: Beim NHL-Draft sicherten sich die Florida Panthers die Rechte am jungen Talent und wählten ihn in der zweiten Runde an 40. Position aus.

«Woman of the Year»: Alina Müller

Alina Müller zählt zu den herausragendsten Eishockeyspielerinnen der Welt und prägt mit ihrem Engagement und ihren Leistungen die Entwicklung des Frauen-Eishockeys nachhaltig. Seit September 2023 stand die Schweizer Nationalspielerin in der Professional Women’s Hockey League (PWHL) für Boston im Einsatz, ehe sie zur kommenden Saison zur neuen kanadischen Franchise Hamilton wechselt. Bei den Olympischen Spielen wurde sie zur Matchwinnerin: Mit ihrem Treffer in der Verlängerung gegen Schweden sicherte sie der Schweiz den 2:1-Sieg und damit die Bronzemedaille. Zudem wurde die 28-Jährige ins All-Star-Team des Turniers gewählt. Nach den Auszeichnungen in den Jahren 2018, 2019, 2022, 2024 und 2025 erhält Alina Müller den Titel «Woman of the Year» bereits zum sechsten Mal.

«MVP PostFinance Women’s League»: Lara Stalder

Lara Stalder, Captain des EV Zug und des Schweizer Frauen-Nationalteams, spielte eine hervorragende Saison. Mit 24 Toren und 38 Assists in 33 Spielen führte sie den EV Zug zum Meistertitel und zum Sieg im National Cup. Mit dem Schweizer Nationalteam gewann die 32-Jährige zudem die olympische Bronzemedaille.

«MVP Sky Swiss League»: Samuel Asselin

86 Scorerpunkte in der Regular Season, weitere 24 Scorerpunkte in den Playoffs – mit dieser überragenden Bilanz setzte sich der 28-jährige Stürmer Samuel Asselin nicht nur an die Spitze der Liga-Statistiken, sondern war beim HC Sierre auch ein entscheidendes Puzzlestück beim Gewinn des Meistertitels.

«MVP MyHockey League»: Arnaud Schnegg

Arnaud Schnegg gewinnt den MVP-Titel der MyHockey League bereits zum dritten Mal in Folge. Der 25-jährige Stürmer des HC Franches-Montagnes, der zuvor sechs Saisons in der zweithöchsten Schweizer Spielklasse absolvierte und 2021/2022 auch für den HC Ajoie in der National League auflief, beendete die Regular Season mit 46 Skorerpunkten aus 30 Spielen als Topscorer der Liga.

«Hockey Award»: Women’s National Team

Dank einem 2:1-Sieg nach Overtime gegen Schweden krönte das Schweizer Frauen-Nationalteam ein leidenschaftliches, diszipliniertes und mutiges Olympia-Turnier mit der Bronzemedaille, zum zweiten Mal nach 2014 in Sotschi. Eine besondere Ehre kam Torhüterin Andrea Brändli sowie Alina Müller, welche den entscheidenden Treffer im Bronzespiel erzielte, zuteil. Beide wurden ins All-Star-Team des Turniers gewählt, Brändli zudem als beste Torhüterin des Turniers geehrt.

«Hockey Award»: Men’s National Team

Wenige Zentimeter fehlten und die Schweiz hätte an der Heim-WM in Zürich und Fribourg den ganz grossen Coup realisiert. Im Final unterlag das Team von Head Coach Jan Cadieux Finnland jedoch in der Overtime mit 0:1. Es war dies bereits die fünfte Silbermedaille in den letzten 13 Jahren und die dritte in Serie nach 2024 und 2025. Die positive Entwicklung der Herren-A-Nationalmannschaft ist kein Zufall und zeigt sich auch in der Weltrangliste: Erstmals führt die Schweiz diese an, vor Kanada und den USA.

«Special Award» & «Most Popular Player»: Julien Sprunger

Julien Sprunger prägte den HC Fribourg-Gottéron über mehr als zwei Jahrzehnte wie kaum ein anderer Spieler. Abgesehen von zwei kurzen Leihstationen blieb er seinem Stammclub während seiner gesamten Karriere treu, eine Seltenheit im modernen Eishockey. In 24 Saisons absolvierte der langjährige Captain 1'186 Spiele, erzielte 414 Tore und bereitete weitere 414 Treffer vor. Den emotionalen Höhepunkt seiner Karriere bildete der Gewinn des ersten Meistertitels der Clubgeschichte, ausgerechnet in seinem letzten Spiel für Fribourg-Gottéron.

Auch im Nationaldress hinterliess der rechte Flügelspieler seine Spuren: Für die Schweizer A-Nationalmannschaft bestritt Sprunger 96 Länderspiele, sammelte 65 Skorerpunkte und nahm an vier Weltmeisterschaften sowie den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver teil.

Seine aussergewöhnliche Popularität zeigte sich auch bei den Fans: Nach neun aufeinanderfolgenden Auszeichnungen von Andres Ambühl tritt Julien Sprunger dessen Nachfolge in dieser Kategorie an.

Starke Partner für besondere Auszeichnungen

Denner, Hauptsponsor von Swiss Ice Hockey, präsentierte den Special Award. PostFinance zeichnete die MVP der PostFinance Women's League sowie den «Youngster of the Year» aus und unterstrich damit ihr Engagement für den Nachwuchs. Die beiden Trophäen wurden von PostFinance-CEO Beat Röthlisberger übergeben. Den MVP der Sky Swiss League überreichte Nicolas Jelsch, Sports & TV Director bei Sky. Den «Woman of the Year»-Award von Volvo durfte Alina Müller aus den Händen von Viktorija Gudino, Commercial Operations Director bei Volvo, entgegennehmen. Die Auszeichnung «Goaltender of the Year» wird als «Jacques Plante Trophy» verliehen und erinnert an den legendären kanadischen Torhüter Jacques Plante. Unterstützt wird die Trophäe heute von seiner Witwe Caroline Raymonde Plante.

Wir danken allen unseren Award-Partnern für die grossartige Unterstützung.

Weitere Informationen zu den Nominierten und den Siegerinnen und Siegern sind auf der Webseite www.sihf.ch/sihn oder den Social-Media-Kanälen von Swiss Ice Hockey ersichtlich.

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