Doping-Sperre gegen Zündel
Die Österreichische Anti-Doping Rechtskommission den Lizenz-Schweizer Kilian Zündel (ex Ambrì) wegen eines Vergehens gegen die Anti-Doping-Bestimmungen für zwei Jahre gesperrt.
Zündel wird eine intravenöse Infusion von insgesamt mehr als 100 ml innerhalb eines Zeitraums von 12 Stunden vorgeworfen. Er war am 30. April nach Saisonende kontrolliert worden und akzeptiert die vorgesehene Sperre über zwei Jahre bis September 2028 ohne weitere Rechtsmittel.
Beim Verstoss handelt es sich um ein Verstoss gegen eine Methode nach dem Anti-Doping-Code. Wie Zündel verlauten liess, habe er keine verbotene Substanz eingenommen, sondern nach Saisonende eine Vitamininfusion verabreicht erhalten. Sein Club Graz 99ers hat ihn aufgrund des Verstosses fristlos entlassen und betont, dass die Behandlung durch einen privaten Arzt ohne Absprache mit den Clubärzten durchgeführt worden sei.
Die Sperre gilt faktisch auch für die Schweiz, da ihm aufgrund dieser ein internationaler Transfer verweigert werden oder die Sperre übernommen werden dürfte.
Der Vorarlberger ging zeitweise in der Schweiz beim SC Rheintal durch den Nachwuchs und spielte 2022/23 und 2023/24 als Profi für den HC Ambrì-Piotta. Er nahm für Österreich an drei Weltmeisterschaften teil.
