Fribourg bezwingt Graz in der Schlussphase

Von Andreas Robanser
Graz 99ers (A)
2
1 - 0 - 1
HC Fribourg-Gottéron
4
1 - 0 - 3
03.09.2026
Champions Hockey League
1:1‧0:0‧1:3
Spielbericht

Fribourg-Gottéron hatte zum Auftakt der Champions Hockey League beim österreichischen Meister Graz99ers lange zu kämpfen. Am Ende gab es aber einen 4:2-Erfolg.

Mit Spiel 1 in Graz startete Fribourg-Gottéron heute Abend gegen den österreichischen Meister und ICEHL Champion in die diesjährige Champion Hockey League. Die Drachen gingen als Favoriten in dieses Spiel. Dies musste auch der seinerseits recht charismatische Präsident der Graz99ers Herbert Jerich eingestehen. Dieser kam zur Meisterfeier mit seinem extra umlackierten Lamborghini zur grossen Parade in das Grazer Stadtzentrum. So wolle er das Spiel geniessen und er erwartete, dass Fribourg zeigen würde, wie man auch Eishockey spielen kann. Eines hatten beide Teams vor dem Spiel gemeinsam, beide starteten als erstmalige Meister in diese Partie. Die Graz99ers mussten dabei noch auf zahlreiche verletzte Spieler verzichten und so war die Frage wie schwer sich die neu formierte Verteidigung gegen Fribourg-Gottéron tun wird.

Der Grazer Präsident sah dann auch einen spielfreudigen Schweizer Meister und Taibel war es, der erstmals Nicolas Wieser im Grazer Tor prüfte. Die Saanestädter kontrollierten das Spiel und die klaren Vorteile führten in der 4. Spielminute auch zur verdienten Führung. Nachdem Jacob de la Rose vor dem Tor noch an Wieder gescheitert war, staubte Lucas Hedlund zentral vor dem Tor stehend ab.

Der Druck des Schweizer Meisters nahm zu und im ersten Powerplay dieser Begegnung fehlte nicht viel auf das 2:0 doch Sörensen und Ludvig scheiterten am Grazer Goalie.

Von den Hausherren war in der Offensive lange nicht viel zu sehen. Erst eine Strafe gegen Yannik Boppart in der 17. Minute brachte die Graz99ers zweimal durch Paul Huber gefährlich vor das Tor. Ludovic Waeber hielt sein Tor aber noch sauber. Dies änderte sich im zweiten Überzahlspiel der Grazer aber. So gab es wieder sehr viel Verkehr vor dem Tor von Fribourg-Gottéron und dies nutzte Christopher Collins 14 Sekunden vor der ersten Pause zum Ausgleich.

Damit konnte der Graz-Präsident zufrieden sein und er sah von seinen Graz99ers einen sehr starken zweiten Abschnitt. Nun waren sich die beiden Meister ebenbürtig und in den ersten Minuten dieses Spielabschnitts wurde Ludovic Waeber auch mehrmals geprüft. So musste er in der 27. Minute gegen Huber klären. Fribourg zog darauf das Tempo klar an und nun hatten die Hausherren wieder sichtlich Probleme, aber erneut war es mit Nicolas Wieser ihr Torhüter, der sie im Spiel hielt. Graz blieb durch Konter aber gefährlich und so musste Ludovic Waeber den auf ihn zufahrenden Marcus Vela stoppen. Die Breaks brachten die Grazer auch zurück in das Spiel und so hiess es nach 40 Minuten weiterhin 1:1.

Der österreichische Meister erwischte auch einen guten Start in den Schlussabschnitt, doch auch Ganahl konnte die 99ers nicht in Führung bringen. Nun ging das Spiel langsam in die entscheidende Phase und so ging auch etwas der Spielfluss verloren. In der 50. Minute dann einmal ein schnelles Break von Fribourg durch Christoph Bertschy, dieser scheiterte knapp an Wieser und nach einer wilden Szene mit zahlreichen Spielern vor dem Tor musste der Gottéron Kapitän mit Genickschmerzen das Spiel frühzeitig beenden und musste in der Folge auch den Weg zur Untersuchung in das Krankenhaus antreten. Diese Szene führte sogar zu einem möglichen Tor für Fribourg, doch der Videobeweis stoppte erst einmal die erneute Führung des Schweizer Meisters. Dieser zog in der Folge das Tempo aber nochmals an und ein Slapshot durch Yannick Rathgeb fand dann in der 55. Minute doch den Weg in das Grazer Tor. Nur 39 Sekunden später legte Anthony Richard einen Treffer für die Saanestädter nach, doch die Graz 99ers gaben sich noch nicht geschlagen. Mit sechs Feldspieler gelang 64 Sekunden vor dem Ende aber nur noch 2:3. Der Schweizer Meister machte diesem Spiel durch den Treffer ins leere Tor von Anthony Richard das Licht endgültig aus.

Für Fribourg-Gottéron geht es nun in zwei Tagen ebenfalls in Österreich weiter wo der österreichische Rekordmeister EC KAC in Klagenfurt warten wird.

Stimmen zum Spiel:

Graz Präsident Herbert Jerich: Ich bin super Stolz auf meine Mannschaft aber leider hat uns eine fünf Minuten Konzentrationsschwäche vielleicht sogar den Sieg oder die Verlängerung gekostet. Es ist aber ein gutes Vorzeichen für die nächsten Spiele.

Kilian Zündel: Es war ein Spiel auf hohen Niveau würde ich sagen, wir haben ein gutes Spiel gespielt überhaupt wenn man den Kader betrachtet und die Rollenverteilung ansieht. (Der Ex Ambri Spieler wurde als Stürmer eingesetzt). Es war für mich schon cool für mich war es ein kleiner Flashback zu meiner Schweiz Zeit und gegen Fribourg habe ich damals schon gerne gespielt darum war es schon richtig cool.

Jonas Taibel: Graz ist eine super Mannschaft, ich habe Kollegen die in der Liga spielen und so habe ich diese auch beobachtet. Wir haben nicht immer unser Spiel gespielt, erst am Ende haben wir mehr unser Spiel gespielt. Sie haben viele schnelle und gute Spieler. Es ist cool in Österreich zu spielen, auch wenn ich nicht direkt hier aufgewachsen bin. Es ist schon speziell ja! Meine Eltern und meine Schwester waren heute schon da, aber wir fahren weiter nach Kärnten, wo noch weitere Verwandtschaft kommen wird.

Graz 99ers – Fribourg-Gottéron 2:4 (1:1, 0:0, 1:3)
Merkur Eisstadion. – 2500 Zuschauer. – SR: Smetana (Ö) / Zrnic (SLN), Muzsik (U) / Zgonc (SLN).
Tore: 3:59 Hedlund (De la Rose, Seiler) 0:1. 19:46 Collins (Huber, Swaney / Ausschluss Hedlund) 1:1. 53:42 Rathgeb (Streule, Nicolet) 1:2. 54:21 Richard (Sörensen, Kapla) 1:3. 58:56 Vela (Huber, Hora / Ausschluss Richard / Graz ohne Torhüter) 2:3. 59:05 Richard (ins leere Tor) 2:4.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Graz, 4-mal 2 Minuten gegen Fribourg.
Schüsse aufs Tor: 22:30 (9:4, 6:16, 7:10)
Graz: Wieser (Ersatz: Lagacé); Björgvik-Holm, Hora; Stapelfeldt, Maier; Kirchebner, Reiner; Gruber; Huber, Vela, Swaney; Ganahl, Currie, Feldner; Lippitsch, Collins, Dobnig; Gadzhiev, Moosbrugger, Zündel.

Fribourg: Waeber (Ersazt: Neuenschwander); Nemeth, Kapla; Johnson, Rathgeb; Streule, Seiler; Jecker, Boppart; Bertschy, Borgström, Richard; Sörensen, de la Rose, Hedlund; Taibel, Dorthe, Reber; Nicolet, Walser, Etter.
Resultat:

2:4