Trotz gutem Start: Lakers tauchen auch gegen Lausanne

SC Rapperswil-Jona Lakers

Lausanne HC
Spielbericht
Die SCRJ Lakers waren gegen den Lausanne HC lange Zeit überlegen, dann schlich sich aber einmal mehr die Fehlerhexe ein, weshalb die Rapperswiler mit 1:4 den Kürzeren zogen.
Wer sie nicht macht, der kriegt sie irgendwann. Diese uralte Hockeyweisheit zeigte heute Abend einmal mehr ihre Gültigkeit. Die SCRJ Lakers waren während 28 Minuten das klar bessere Team, weshalb sie nach fünf Minuten auch verdient mit 1:0 in Führung gingen. Was den Lakers danach fehlte waren weitere Tore. Obwohl der LHC bis zur Spielmitte nicht stattfand, verpasste es der SCRJ nämlich seine Führung weiter auszubauen. Als Gründe dafür muss man anmerken, dass die Rapperswiler vor dem Tor zu wenig hart arbeiteten, um sich weitere Rebounds wie beim 1:0 zu erarbeiten. Dann fehlten ihnen in gewissen Situationen aber auch die zündenden Ideen. So zum Beispiel in der zehnten Minute, als man während 76 Sekunden mit zwei Mann mehr agieren konnte.
Zusammenbruch bei Spielhälfte
Obwohl die Lakers bis zur 28. Minute wenig aus ihrer Überlegenheit machten, musste man ihnen attestieren, dass sie das Geschehen bis zum Ausgleich der Lausanner im Griff hatten. Dann zeigte sich jedoch, wie fragil das Konstrukt der Rapperswiler aktuell ist. So sorgten zwei schnelle Lausanner Tore dafür, dass das Kartenhaus beim SCRJ vollends zusammenbrach. «Wie wir in der zweiten Hälfte des Mitteldrittels gespielt haben war schlicht inakzeptabel. Wir haben unsere Struktur verloren und auf einmal viel zu viele Fehler gemacht», zeigte sich Johann Lundskog kritisch. Für den Trainer war klar, dass sein Team auf Grund der aktuellen Situation zu wenig gefestigt ist. «Wir wissen alle, dass wir nicht so spielen, wie wir dies möchten. Dementsprechend sind wir mental schwach. Dies führt dazu, dass die Dinge oft richtig schieflaufen, wenn es nicht läuft», analysierte der Trainer. Dass Lundskog mit dieser Aussage sicher nicht falsch liegt, zeigte nach dem 1:2, als Lausanne bis zur Pause gar noch zwei weitere Tore nachlegen konnte.
Aussprache nach dem Spiel
Obwohl die Rapperswiler im letzten Drittel zumindest versuchten eine Reaktion zu zeigen, sollte ihnen eine Resultatkosmetik verwehrt bleiben. Mit einer gehörigen Portion Frust im Bauch kam es deshalb nach dem Spiel zu einer internen Aussprache. Dabei kam wohl auch zur Sprache, dass im Team der Lakers aktuell kaum ein Spieler an sein angestammtes Niveau herankommt. «Jeder beteiligte muss nun nach Hause gehen, in den Spiegel schauen und sich fragen, was er besser machen kann», gestand Johann Lundskog. Für den Trainer war dabei klar, dass auch er sich nicht aus der Kritik nehmen darf. «Es braucht sowohl von den Spielern, als auch von den Coaches mehr, als das was wir bisher gezeigt haben», erklärte der Trainer.
